Spanien und Griechenland – zwei Länder, die in der aktuellen Schuldenkrise eine wichtige, wenn auch dramatische Rolle spielen. In den krisenbedrohten Ländern sind viele Menschen darum bemüht ihre Ersparnisse in Sicherheit zu bringen, wie Medienberichten mehr und mehr zu entnehmen ist. Manche Anleger gehen dabei den besonders originellen Weg über den Bitcoin. Seit der Einführung des Bitcoins im Jahr 2009 sind immer mehr Nutzer von den Eingenschaften des Zahlungsmittels begeistert. Es gilt nach wie vor als fälschungssicher, ist dezentral organisiert und frei verfügbar.
Anleger flüchten sich in den Bitcoin
Der Bitcoin wird für Anleger, die um ihr Geld fürchten, zunehmend interessanter. Immer mehr und immer größere Beträge werden in marode Wirtschaftssysteme und Volkswirtschaften gepumpt, sodass sich die Menschen nach Alternativen umsehen. Der Bitcoin profitiert momentan in besonderem Maße von der Kapitalflucht, obwohl es sich um ein rein digitales Zahlungsmittel handelt. Der Euro Kurs für Bitcoins ist seit dem April des laufenden Jahres von ungefähr 4 Euro auf über 5 Euro gestiegen. Zudem ist das gehandelte Volumen an Bitcoins zum Euro Kurs im Vergleich zum Vormonat um mittlerweile mehr als 30 Prozent gestiegen.
Wer sich bislang noch nicht mit Bitcoins beschäftigt hat, findet angesichts der aktuellen Kursentwicklung und der anhaltenden Schuldenkrise einen guten Zeitpunkt vor, sich etwas näher mit dem Thema zu befassen. Denn der Bitcoin ist aufgrund seiner Eigenschaften nicht nur für Spanier und Griechen interessant. Keine Zentralbank hat Einfluss auf Bitcoins, die mittlerweile auf der ganzen Welt gehandelt werden. Hinter dem Bitcoin steht ebenfalls kein Staat. Und somit ist es auch ausgeschlossen, dass Bitcoins für politisch motivierte Zwecke eingesetzt werden können, zumal Sie sich auch nicht auf Anweisung einer vorgesetzten Stelle vermehren lassen. Dem Geldmengenwachstum sind Grenzen gesetzt, sowohl auf die Gesamtmenge als auch auf das Wachstum bezogen. Maximal können 21 Millionen Bitcoins im Umlauf sein. Zudem erhöht sich der Schwierigkeitsgrad beim Bitcoin-Mining mit der Anzahl der im Umlauf befindlichen Menge an Bitcoins. Dadurch ergibt sich ein wirksamer Schutz vor Inflationen, der mehr und mehr zu überzeugen weiß. Weitere Kurssteigerungen sind daher möglich.
Anbetracht der Tatsache, dass es nur maximal 21 Mio. BTC geben wird (und das auf 5,8 Mrd. Menschen mit Internetverbindung verteilt) können wir uns auf Dauer auf Kurssteigerungen einstellen.
21 Mio auf 5,8 Mrd verteilt erzielt irgendwann ein ungefähres Ergebnis von 0.001 BTC pro 10€, wenn sich das Verhältnis mit jetzigen Währungen gleichen würde.
Naja, “Anleger flüchten sich in Bitcoins” ist wohl ein wenig übertrieben. Eine virtuelle Währung, die nur von einem Unternehmen abhängig ist, wird niemals eine Alternative zu Devisen eines Staates oder einer Währungszone werden.